Erfolgreiche Sammelaktion von „wir-machen-mit“ für Flüchtlinge in Bosnien

18. Januar 2021 - Allgemein

In der letzten Woche rüttelte ein Zeitungsartikel mit Bildern von Alea Horst, die sie von ihrem Hilfseinsatz in Bihac, Bosnien, sendete, die Leser der Rhein-Lahn-Zeitung auf. Hunderte Flüchtlinge hängen bei winterlichen Temperaturen an der Grenze von Bosnien nach Kroatien fest. Wieder ist die europäische Gemeinschaft nicht in der Lage, sich über eine weitere Verteilung der Menschen dort zu einigen; die Menschen werden einerseits nicht über die Grenze gelassen, andererseits will Bosnien sie auch nicht auf Dauer behalten.Gleichzeitig fühlt sich niemand verpflichtet, sich um die Versorgung bzw. Gesundheit der Menschen zu kümmern.

So hängen die Menschen dort bei Schnee und Eiseskälte fest, für die meisten gibt es keine feste Behausung; sie übernachten auf dem Boden im Freien oder in verlassenen, heruntergekommenen Häusern ohne Fenster! Viele haben nicht einmal festes Schuhwerk oder warme Kleidung! Berichten zufolge wurden ihnen zum Teil Schuhe, Kleidung, Geld und Handys von der örtlichen Polizei weggenommen, um sie an einer illegalen Weiterreise zu hindern.
„Wir-machen-mit!" beschloss spontan, zu helfen und sammelte im privaten Umfeld der Gruppenmitglieder warme Kleidung, festes Schuhwerk, Schlafsäcke, Isomatten, Decken und Zelte. Alea Horst hatte genau beschrieben, was dort vor Ort am dringendsten gebraucht wird.
Die Resonanz auf die Sammlung im Umfeld der Gruppenmitglieder war überwältigend. Immer mehr vorsortierte und beschriftete Kartons trafen in der Scheune von Achim Lauer ein; auch der Willkommenskreis aus Diez brachte eine große Ladung an Kleidung und anderen Hilfsgütern.
Helfer der Gruppe stellten einen großen LKW zur Verfügung, andere Mitglieder erklärten sich bereit, die Sachen nach Regensburg zu fahren, wo die Organisation „ Space-eye“ die Sachen übernimmt und mit weiteren Gütern nach Bihac transportiert und dort verteilt.
Immer wieder kamen auch Helfer vorbei, um beim Packen und Vorsortieren zu helfen; schließlich war sogar ein zweiter LKW erforderlich, der dankenswerter Weise von der Diakonie Limburg zur Verfügung gestellt und ebenfalls bis unter die Decke gefüllt wurde!
Am Freitagabend waren die Autos endlich gepackt und am Samstag morgen startete der Transport Richtung Regensburg.

Achim Lauer dazu :“ Ich bin extrem dankbar für das, was die Gruppe hier geleistet hat und wieviele Menschen sich engagiert und aktiv eingebracht haben. Ich hätte nie gedacht, dass da soviel zusammen kommt und ich hoffe, dass wir damit den Menschen dort ein bisschen Erleichterung in ihrer Situation bringen können. Meine Hochachtung und mein Dank gilt all denen, die aktiv geholfen haben, angefangen vom Sammeln, Sortieren, Packen bis zum Transportieren.
Es zeigt deutlich, dass die Politik zwar mit ihrer Flüchtlingspolitik - ähnlich wie auf Lesbos-wieder einmal völlig versagt, aber dass es doch viele Menschen gibt, denen das Schicksal dieser armen Menschen nicht gleichgültig ist und die versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen!

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1 Kommentare

Nadja Sachsenhauser

01. Februar 2021

Hallo, ich danke Ihnen für das was Sie tun. Bitte informieren Sie mich per Mail über künftig geplante Samkelaktionen, ich würde gerne mithelfen und Spenden. Liebe Grüße, nadja Sachsenhauser